125 Jahre Posaunenchor Isenstedt


Foto: Bläserinnen und Bläser der Posaunenchöre Isenstedt und Frotheim
nach dem Konzert anlässlich des 500. Reformationsjubiläums.

125 Jahre besteht er nun, der Posaunenchor Isenstedt. Im Jahre 1892 gründete der damalige Pastor Paul Winckler den Posaunenchor Isenstedt. Bis dahin hatten Frotheim und Isenstedt einen gemeinsamen Posaunenchor, und zwar seit 1881. Um die Arbeit in den beiden selbstständigen Dörfern ausweiten zu können, hielt Pastor Winckler damals eine Trennung beider Chöre für sinnvoll. Die Übungsstunden beider Posaunenchöre fanden jedoch weiterhin gemeinsam statt. Der erste Chorleiter war Pastor Winckler selbst. Bis zu seinem Ruhestand 1928 hatte er dieses Amt inne. Danach lag die Leitung bis 1952 in den Händen von Ernst Rathert. Für kurze Zeit, nämlich bis Ende 1954, folgte Wilhelm Viermann. Danach übernahm Wilhelm Koch diese Arbeit. Im September 1979 übernahm Heinrich Bekemeier die Chorleitung und übergab sie
später an seinen Sohn Wilhelm Bekemeier.

Auch heute noch finden Proben und Auftritte gemeinsam mit dem Posaunenchor Frotheim statt. Die Chöre werden dabei von Christian Wöbking geleitet. Der Posaunenchor blickt auf eine wechselvolle Geschichte zurück. Als im Jahr 1934 unter den Nationalsozialisten der CVJM verboten wurde, trat der Posaunenchor dem damals neu gegründeten Posaunenwerk bei. 1941 bis 1945 musste die Posaunenarbeit ganz eingestellt werden, da viele Bläser als Soldaten
im Krieg Dienst tun mussten. Auch die Jubiläumsfeier zum 50-jährigen Bestehen musste damals ausfallen. 1967 konnte aber dankbar auf das 75-jährige Bestehen des Posaunenchores zurückgeblickt werden.
Der Posaunenchor Isenstedt ist gemeinsam mit dem Posaunenchor Frotheim fester Bestandteil vieler Gottesdienste. Wöchentlich findet die gemeinsame Übungsstunde statt. Das Repertoire hat sich in den letzten Jahrzehnten deutlich geändert. So fanden neben kirchlichen Stücken auch weltliche Lieder wiedie Feuerwerksmusik von Händel, Highland Cathedral oder Filmmusik aus „König der Löwen“ oder „Wie im Himmel“ Einzug in die Literatur.
Im Laufe der Chorgeschichte lernten viele junge und ältere Menschen das Spielen auf einem Instrument. Momentan werden einige Erwachsene durch Christian Wöbking in Trompete,  Tenorhorn und Waldhorn ausgebildet. Wir freuen uns jederzeit über interessierte Bläserinnen und Bläser. Wer selbst einmal das Spielen auf einem Blasinstrument ausprobieren möchte, kann sich jederzeit bei Ernst-Wilhelm Langewellpott, Dirk Grannemann oder Christian Wöbking melden.

Marcus Kammann