Akustisches Zeitzeichen funktioniert wieder

Ist es überhaupt jemandem aufgefallen? Seit etwa einem Jahr gab es keinen Uhrenschlag von der Christuskirche mehr. Jetzt – passend zur Umstellung der Uhren zur Sommerzeit – funktioniert er wieder. Durch Corona und andere Probleme bedingt dauerte es ein Jahr, bis die Glockenfirma den Schaden beheben konnte.

Auch wenn man keine Uhr zur Hand hat, kann man die Zeit hören: Der Uhrenschlag geschieht jede Viertelstunde: 15 Minuten nach der vollen Stunde wird einmal geschlagen, 30 Minuten danach zwei mal, nach 45 Minuten drei mal, zur vollen Stunde vier mal und anschließend mit einer zweiten tieferen Glocke entsprechend der Anzahl der Stunden. Das Ganze geschieht von morgens 7 bis abends 22 Uhr, danach ist Nachtruhe. Alles wird gesteuert von einer Funkuhr, so dass auch die Sommerzeit automatisch richtig geschlagen wird.

Wenn wieder Gottesdienste in der Christuskirche stattfinden, wird außerdem beim Vater unser bei jeder Bitte die Gebetsglocke mit einem Hammer angeschlagen. Auch dieser Glockenschlag wurde repariert, da sich der Motor – es war noch der erste Motor – als nicht mehr funktionstüchtig erwies.

Vom Glockenschlag, der durch den Schlag eines Hammers gegen eine Glocke geschieht, ist das Läuten zu unterscheiden. Dabei schwingen die Glocken und die Klöppel schlagen gegen den Glockenrand. Unsere Kirche hat drei Stahlglocken unterschiedlicher Größe und damit Tonhöhe. Je nach Anlass wird eine andere Glocke geläutet. Es gibt eine hell klingende Gebetsglocke, eine dunkle Sterbeglocke und eine mittlere Glocke für Trauungen, die jeweils einzeln nach Anlass geläutet werden. Beim Gottesdienst werden alle Glocken zusammen geläutet.

Geläutet wird nach der westfälischen Kirchenordnung ausschließlich zum Gebet und zum Gottesdienst. In Isenstedt-Frotheim wird dabei wie folgt geläutet:

  1. als Einladung zu Gottesdiensten
    a) am Tag vorher (abends 18 Uhr vor Sonn- und Feiertagen, mittags 11.45 Uhr am Tag vor einer Bestattung),
    b) unmittelbar eine Viertelstunde vor Beginn eines Gottesdienstes, fünf Minuten vor Trauungen – bei Bestattungen auch nach der Trauerfeier auf dem Weg zum Grab.
  2. als Einladung zum Gebet
    a) regelmäßig morgens um 7 Uhr, mittags um 12 Uhr und abends um 18 Uhr,
    b) in besonderen allgemeinen Notlagen (z.B. zeitweise während des Corona-Lockdowns, als keine Gottesdienste stattfinden konnten).

Im Gespräch ist auch, am Tag vor Taufen zu läuten.