Glauben in Zeiten des Corona-Virus

Bild oben: Eine Station beim „Schmecken- und sehen“-Gottesdienst in der Christuskirche zum Psalm 23: Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln. —

Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.

2. Timotheus 1,7

Nachdem am Wochenende vor allem Krisenmanagement in Bezug auf die Umsetzung des allgemeinen Veranstaltungsverbots geboten war, soll hier der Blick auf das gelenkt werden, wie diese herausfordernde Situation positiv angegangen werden kann. Da ist der biblische Zuspruch oben sehr hilfreich: dass wir nicht aus der Furcht heraus leben und handeln, sondern aus dem Vertrauen auf die Gabe des Geistes Gottes, der uns die Kraft, Liebe und vor allem Besonnenheit gibt, in dieser Situation das Notwendige und Hilfreiche zu tun. Deshalb hier einige Hinweise:

  • Gottesdienste fallen jetzt leider aus. Gott sei Dank ist im 21. Jahrhundert die Technik so weit entwickelt, dass es viele Möglichkeiten gibt, Gottesdienste von zuhause aus mitzuerleben und mitzufeiern. Klassisch und bekannt sind die Angebote, Gottesdienste im Radio (WDR5 oder Deutschlandfunk) oder Fernsehen (ZDF) zu verfolgen, aber auch bei BibelTV oder ERF-Plus über DAB. Auch im Internet gibt es ein vielfältiges Angebot. Die Evangelische Kirche in Deutschland hat einiges hier zusammengestellt. Übrigens hat Corona dazu geführt, dass eine ganze Reihe von Gemeinden ihre Gottesdienste online per live-stream übertragen.
  • Da Pastoren und andere Mitarbeitende in der Gemeinde nicht Überträger des Virus werden sollen, sind Besuche von ihnen möglichst zu unterlassen und nur in Ausnahmesituationen vernünftig. Dennoch stehen sie gerade seelsorglich natürlich weiterhin zur Verfügung, vorzüglich über Telefon aber auch über E-Mail. Seine Sorgen loswerden kann man auch im Gebet. Dazu braucht man keine Technik, Gott hört überall und jederzeit. Man kann sie auch auf https://www.amen.de/ formulieren und für sich beten lassen oder für andere mitbeten.
  • Für manche Menschen, vor allem junge Familien, die jetzt die Kinder zuhause betreuen müssen, wird die Zeit vielleicht eine Herausforderung darstellen. Für andere kann sie auch zu einer Zeit der Besinnung werden: Einmal das vielfältige Angebot aussetzen zu müssen und die Zeit konstruktiv zu nutzen. Zum Beispiel ein Buch lesen, Gesellschaftsspiele zu spielen, zu basteln oder Dinge tun, zu denen man schon lange nicht mehr kam, weil immer etwas los war. Wir befinden uns ja sowieso gerade in der Passionszeit – der eigentlich stillen Zeit: Warum sich nicht hinsetzen und wieder einmal die Bibel lesen (zum Beispiel Psalm 23, 27, 31 oder 91 und die Passionsgeschichte bei Markus 14-15) und zu beten (zum Beispiel im Ev. Gesangbuch ab Nummer 863, 894, 961 und 966 oder viele schöne Liedstrophen aus EG 361, 369, 374)?