Lesen kann jeder !?…

… sicherlich trifft das auf die meisten Menschen in Deutschland zu, wenn sie etwas für sich lesen. Aber öffentlich im Gottesdienst zu lesen, das traut sich nicht jeder und da ist auch viel mehr zu bedenken, als nur relativ flüssig lesen zu können: was ziehe ich an, wenn ich da vorne stehe; was habe ich zu lesen; aus welcher Bibel oder Lektionar lese ich; wo sitze ich als Lektor oder Lektorin; welchen Weg nehme ich zum Pult (den direkten oder vom Mittelgang aus); wie spreche ich am besten ins Mikrofon; was hilft mir, wenn meine Stimme belegt ist; wie laut oder langsam muss ich sprechen;  wie kündige ich das zu Lesende an, womit endet die Lesung? Das sind alles Fragen, die zu klären sind, wenn man als Lektor oder Lektorin im Gottesdienst liest. Damit das gut gelingt, kamen zwölf Lektoren und Lektorinnen zusammen unter der Leitung und Anleitung der Gottesdienstbeauftragten des Kirchenkreises, Pfarrerin Barbara Fischer. In einer ersten Runde wurde alle Fragen gesammelt (siehe Bodenbild) und besprochen, die mit dem Lektorendienst zu tun haben. In einer zweiten Runde wurde dann direkt in der Kirche geübt. Frau Halwe-Grote, die seit mehr als zwei Jahrzehnten die Lektorenarbeit unserer Gemeinde koordiniert, hatte diese Lektorenschulung angeregt und organisiert. Es hat sich für alle Lektoren gelohnt und wird hoffentlich auch für die Zuhörer im Gottesdienst positiv erfahrbar sein.