24226736_sDie Taufe ist die Aufnahme in die Gemeinschaft mit dem dreieinigen Gott und damit auch in die Gemeinde. Daher wird sie in der Regel im Gemeindegottesdienst vollzogen. Normalerweise wird man in der Landeskirche als Kind getauft, aber auch als Konfirmand oder Erwachsener ist es möglich.

Wenn Eltern ihr Kind taufen lassen möchten, geht es zunächst darum, gemeinsam einen Termin zu finden. Die Gemeinde versucht, den zweiten und vierten Sonntag im Monat für Taufen frei zu halten. Bitte melden Sie sich wegen der Terminabsprache im Gemeindebüro.

Voraussetzung für die Taufe des Kindes ist, dass die Eltern der evangelischen Kirche angehören – mindestens jedoch, dass ein Elternteil der evangelischen Kirche angehört und der andere keine Einwände gegen eine evangelische Erziehung des Kindes hat. Zur Taufe werden in der Regel zwei Paten für das Kind bestellt. Die Paten müssen einer christlichen Kirche angehören, mindestens einer oder eine soll davon evangelisch sein. Es können auch mehr als zwei Paten bestellt werden, in begründeten Ausnahmefällen auch nur einer oder eine. Soweit die Paten nicht zu unserer Kirchengemeinde gehören, haben sie von der Kirchengemeinde, zu der sie gehören, eine Patenbescheinigung einzuholen.
Mit den Eltern wird 14 Tage bis eine Woche vorher ein Taufgesprächstermin vereinbart, zu dem die Eltern die Patenbescheinigungen und das Familienstammbuch oder die Geburtsurkunde des Kindes bereit halten. In dem Taufgespräch werden die notwendigen Daten für die Kirchenbuchführung zusammengetragen, die Bedeutung und der Ablauf der Taufe miteinander besprochen.

Die Eltern dürfen für ihr Kind auch den Taufspruch aussuchen. Dieser ist der Bibel entnommen und soll dem Sinn der Taufe entsprechen, also z.B. die Zugehörigkeit zum dreieinigen Gott, auf den man getauft wird, oder einen Zuspruch Gottes für das Leben des Kindes zum Ausdruck bringen.
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Die Täuflinge bekommen von der Gemeinde als Erinnerung an ihre Taufe eine Taufkerze gestiftet, die im Gottesdienst von Eltern oder Paten an der Osterkerze entzündet wird. Auch können künstlerisch gestaltete Taufkerzen von Paten oder Eltern selbst gestiftet werden.

Wenn man als Jugendlicher getauft werden möchte, erfolgt die Taufe im Zusammenhang mit der Konfirmation, nachdem die Taufe inhaltlich im Unterricht besprochen wurde. Dazu sind dann keine Paten mehr nötig, aber noch möglich. Die Tauffragen richten sich dann an den Jugendlichen selbst – nicht mehr an die Eltern.

Auch wenn man als Erwachsener getauft werden möchte, geht der Taufe vorher ein miteinander verabredeter Taufunterricht an etwa 6-8 Abenden über wesentliche Fragen des Glaubens und Christseins und die Teilnahme am Gottesdienst voraus.

Weiteres zur Taufe auf der Internetseite der Evangelischen Kirche von Westfalen.