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Eine der letzten Seiten das Notationsbuches der Bauerschaft Frotheim ist noch einmal der Klus gewidmet. Die Eintragung lautet:

„Zum ehrwürdigen Andenken

Mit dem Wunsch so vieler seufzenden Väter und Vorväter hatte man endlich durch gute vorgesetzte Redensführer das Glück, eine sowohl für die Jugend als dem menschlichen Alter, nun, im religiösen Sinn, erbaute Capelle errichtet zu sehen.

klus_alt2Im Jahre 1818, und zwar am Sonntage als dem 9. August, wurde dieselbe, nachdem sie gezierdet, von Innen und Außen geschmücket war, unter vielen Pomp und Feier, feierlich eingeweihet, und in der Betrachtung zu dem Privat Vortragen des Sonntäglichen Nachmittags Gottesdienstes, segnend eingeführt. Bei diesem Jubel der feierlichen Einweihe wurden die paßlichen Lieder, als 643 unterwegs, zum Anfangen in der Capelle 638, unter der Predigt 639, und zum Beschluß das Lied 615, aus den alten Nummern gesungen. Im Siebzehnten Jahrhunderte Neun und Neunzig (gemeint ist sicherlich 1799) wurde ebenfalls mit diesem Bau angefangen und mit 17 Reichstalern Arbeitslohn verausgabt begonnen, aber leider durch zerrüttete Sinnen im Widerspruch des hinsichtlich gegenstehenden Platz der Capelle, vereitelt. Gott segne alle guten Absichten und besonders die Absichten derer, die für die Religion gestimmt und unser Bethaus den Grund gelegt haben.

Frotheim, am 9. August 1818

Stifter und Anführer dieser Capelle: Hildebrand, Schweppe als Vorsteher, Schofeld, Hellemann als Geber des Capellen Platzes, Sander, Schullehrer Detering“